From Far Away
Das war 2010 / Das wird 2011

So wenig es mir auch in den Kopf gehen will, so viel hab ich von dem Jahreswechsel mit bekommen.

Silvester war ich bei Freunden, wir saßen drinnen, haben gequatscht, sind um Punkt Mitternacht raus, haben Knaller gezündet, sind wieder rein und das war es dann auch schon. Ich muss schon sagen seit ich Arbeiten gehe läuft so gut wie alles an mir vorbei. Sogar Weihnachten war irgendwie eher ein kurzes Abendessen als eine fröhliche Feier mit der Familie. Viel zu kurz war die Zeit als ich noch den ganzen Tag gewartet habe bis es endlich Abend wird. Die Traurigkeit und das Gefühl etwas verpasst zu haben bleiben. Schade.
Ich verabschiede das Jahr 2010 mit gemischten Gefühlen. Einerseits hat sich für mich viel verändert, aber auf der anderen Seite ist auch schon manchen schief gelaufen. Leider überwiegen ja bekanntlich meistens die schlechten Dinge auch wenn es weniger waren. 2011 werde ich mich nur noch an die guten Erinnern!

2011 will ich bravurös überstehen! Mit Sternchen.
Das Jahr wird gerockt bis die eigenen Wände wackeln und die Engel aus allen Wolken fallen!

Nina
2.1.11 18:06


Das Ende vom Kind in mir...

Was tust du wenn du nicht weißt was du tun sollst? Was denkst du wenn du nicht weißt was du denken sollst? Warum weine ich wenn ich nicht weiß warum ich weine? Warum mache ich mir den Stress den ich nicht brauche? Ich sage das nicht leicht fertig aber seit du weg bist ist mir kalt, seit unsere Lippen sich berührt haben tobt in meinem Kopf ein Sturm aus Selbstzweifel, Hoffnung, Scham und Trauer. Ich kann nichts dagegen tun ich denke so viel das ich es auf schreiben muss. Das ist wohl die kreative Ader, manchmal nervig aber ich liebe es das ich sie habe. Leider nutzt mir das herzlich wenig. Als schüchterner Mensch bin ich nicht so, dass ich auf dich zugehen kann, dir in die Augen sehen kann und dich einfach fragen kann. Mich verlässt einfach der Mut, ich mein wir sind/waren so was wie beste Freunde oder?

Ich bin einfach ein Idiot. Heulen könnte ich vor Wut. Ein kleines Häufchen Elend bin ich, mehr nicht. Armselig, sich so über sich selbst auszulassen.
Aber jetzt ist es doch passiert. Tränen kullern mir die Wangen herunter, Tränen gezeichnet von Wut, Trauer, Unzufriedenheit und Verzweiflung. Doch schnell, wie sie kamen sind sie verschwunden, denn mein Hals ist trocken, meine Tränen versiegt. Da wo Nässe sein sollte ist kalte Trockenheit, dort wo ein Gefühl sich regen sollte herrscht grausame Stummheit.

Ich bin nicht Gefühlskalt aber irgendwann ist immer ein Ende in Sicht. Zu viele Tränen liefen bereits über dieses Gesicht, zu viel Gefühl wurde gezeigt. Jetzt ist nichts mehr übrig von dem fröhlichen, sprunghaften Mädchen das so viel Herzlichkeit hatte.

Nina
9.12.10 23:54


Gedankenlosigkeit, im weitesten Sinne...

Ich geh durch die Straßen, der Regen durchnässt meine Kleider. In meinem Kopf, ein monotoner Klang von Einsamkeit.
Ein Blick in den Himmel sagt mir das ich nicht allein mit meiner Einsamkeit bin. Er ist dunkel, schwer und drückend liegen die Wolken auf meinen Gedanken. Kälte greift um sich, ein beißender Wind drückt die kalte, nasse Kleidung gegen mich.

Am liebsten würde ich stehen bleiben und dem Wind entgegen schreien. Doch ich reiße mich zusammen, was würden die Leute denken? Eine Irre die ins Nichts schreit, so will ich nicht in den Augen Anderer erscheinen. Nur stört mich an diesem Gedanken wieder das mich die Meinung Anderer in meinem Handeln so stark einschränkt das ich nicht mal meinen Frust einfach raus Schreien kann.
Kopf schüttelnd setzte ich meinen Weg fort, in Gedanken. Wenn ich so darüber Sinniere, passiert mir das viel zu häufig. Ich lasse mich von Anderen, im unterbewussten, so sehr beeinflussen, weil ich gefallen will nicht stören will oder nervig erscheinen will, das ich einfach still bin und so tue als wäre ich gar nicht da.

Ich sage immer, „Ich sage was ich denke.“ dabei sage ich das nur um Selbstsicher rüber zukommen.
Ich fühle mich damit eigentlich ganz gut, doch wenn ich später darüber Nachdenke hasse ich mich dafür das ich schwach bin, dafür das ich nicht zu meiner Meinung stehe oder dafür das ich gelogen habe.
Menschen belügen die ich gut leiden kann fällt mir nicht schwer, doch wenn ich es getan habe, plagt mich ein widerlich starkes, schlechtes Gewissen. Ich bin ein Widerspruch in mir Selbst und so eine verdammte Perfektionistin...

Das hatte irgendwie nicht viel mit Gedankenlosigkeit zu tun, oder?

Nina
13.11.10 19:22


Dieses Gefühl von Erwachsen werden...

Morgens bin ich die Landstraße zum Bahnhof entlang gefahren, ich war wütend auf meine Mutter.

Ich hatte sie etwas gefragt und sie hat gemeint ich solle mich selber darum kümmern, spät dran war ich auch noch.

Ich stand unten am Tor und sie am Fenster, Als ich dann in meiner Tasche nach dem Haustürschlüssel suchte verschwand sie wieder im Haus, obwohl ich noch mit ihr gesprochen hatte. Nicht mal "Bis später" hat sie gesagt. Das hat mich wütend und traurig gemacht.

Ich meine, an für sich ist nichts dabei aber das war so ein Moment da hätte ich sie eben gebraucht. Als ich die Landstraße entlang fuhr dachte ich mit tränen in den Augen darüber nach, wie sich das anfühlt. Es ist wie ein los lassen, auch ein bisschen wie ein weggestoßen werden. Man will zwar auf den eigenen Beinen stehen aber das ist wie neu laufen lernen, man braucht einfach manchmal Hilfe dabei. Ich weiß nicht genau warum aber so sollte es nicht sein, so wollte ich nicht laufen lernen. So war das nicht geplant aber was ist schon geplant?

Ja und ich denke auch noch immer das es keinen Sinn macht zu denken ich könnte etwas daran ändern das es auf einmal so schnell geht.

Es wird sich auch nirgends auf der Welt anders abspielen als bei mir, traurig macht es mich ja schon aber was soll man schon tun? Da gegen kommt niemand an, es passiert und dann war die schöne Zeit auch schon vorbei.

Oder?

Muss es so sein? Eigentlich kann man es ja selber entscheiden. Da muss man aber erst einmal hinter kommen und das ist der springende Punkt. Das Entdecken der Endscheidungsfreiheit. Das hat bei mir einen halben Tag gedauert, aber das immer wieder an wenden wird mein ganzes Leben weiter gehen. Ich werde es zwischen durch auch mal wieder vergessen das ich die Wahl habe und dann werde ich verzweifelt sein und nicht wissen wohin doch dann werde ich in den Spiegel sehen und wissen das ich mich nicht so fertig machen muss, weil ich nicht mehr so sehr gebunden bin wie ich dachte und selber mein Leben in die Hand nehmen kann.

Ich vermisse meine Mama jetzt schon und ich habe angst das es doch zu schnell gehen könnte...

So fühlt es sich für mich an, dieses Gefühl von Erwachsen werden...

Nina

1.11.10 02:55


Verloren, verlassen, vergessen, verleugnet...

Heute ist wieder einer dieser Tage an denen es mir komisch vorkommt ich selbst zu sein. Ein Tag an dem alles unrealistisch wirkt und ich mich frage, was treibt das Schicksal mit mir?

Woran das liegt weiß ich nicht, ich wüsste es gerne.

Ein kribbelndes Gefühl von Verlorenheit macht sich bemerkbar, Unsicherheit darüber ob alles was ich getan habe richtig war oder nicht.
In diesen Momenten fühle ich mich verlassen und vergessen, allein gelassen und im Stich gelassen. Obwohl niemand wissen kann das es mir so geht. Es macht mich traurig das ich automatisch anderen die Schuld geben und das ohne Grund.
Alles könnte besser sein wenn diese ganzen Selbstzweifel nicht wären. Ein Leben ohne Verleumdungen der eigenen Person wäre wundervoll.
Ich denke aber, dass das nicht möglich ist, schließlich muss man sich irgendwann in frage stellen sonst würde man sich nicht verändern.
Am Ende bin ich Glücklich über solche Tage.

Nina

26.9.10 13:08


Bloß eine weitere Schlampe auf seiner Liste...

12.09.2010

So hat er mich gesehen, so wird er mich immer sehen oder eben nicht sehen.
Er sagte `Mache niemanden zu deiner Priorität, der dich zur Option macht.´ und er hat sich selber gemeint.
Das gefühl innerlich gestorben zu sein ist nicht gerade das schönste, ich frag mich nur warum. Eine Antwort wird wohl nie kommen und ich glaub ich erwarte auch keine, lächerlich, ich bin ein dummes, kleines und naives Mädchen. Wiedersprüchlich, ich will immer zu ihm und sagen was ich denke, dabei denke ich nichts. Mein Kopf ist leer und es sieht nicht danach aus als ob sich diese Zustand in nächster Zeit ändern würde...

Schade um das was wir hätten haben können aber wenn ich bloß eine Nummer auf seiner langen liste an Huren bin die er hatte, hab ich es nicht anders verdient!?
Ich glaube nicht das ich das verdient habe also muss ich mich jetzt erst einmal durch die gefühlskalte Welt des Kummers kämpfen um neu anfangen zu können.

Wünscht mir Glück, danke...

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Das ist nun schon etwas her, aber es ist wieder so. Ich dachte zwischen durch es hätte sich etwas geändert aber ich sollte das lassen mit der Hoffnung...

Nina

23.9.10 15:00


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